Seminare

 

Tagesseminar:

Grundlagen der Salutogenese: Was hält uns gesund? Ermutigen statt Angst machen

Was ist wichtig für mich? Was tut mir gut? Was kann ich gut? Was sind meine Wünsche? Wo ist die Perspektive, auf die ich mich zubewege?

Mit Fragen wie diesen hat die (noch junge) Wissenschaft der Salutogenese eine neue Sicht in die Gesundheitsdiskussion eingebracht. Sie fragt nicht mehr zuerst, was uns krank macht und  wie wir die Ursachen bekämpfen können, sondern was uns gesund hält und stärkt. Sie richtet den Blick von Angst machenden Bedrohungen, Gefahren und Defiziten (die z.B. auch unsere Medien dominieren) auf Ziele und Ressourcen, die uns ermutigen.

Wenn wir so an Probleme herangehen, die das Leben uns stellt, geben wir unsere Energie nicht in die Vergangenheit, sondern in die  Zukunft. Wir fragen nicht primär „Was ist mir an Schlimmem passiert“ (was uns oft das Gefühl  vermittelt, gefangen zu sein), sondern: Wo will ich hin? Welche inneren Bilder kann ich entwickeln, die mich motivieren und handeln lassen, auch in Krisensituationen? Eine solche Neuorientierung hat grundlegende Wirkungen auf unser neurophysiologisches System, damit auf unser Denken und Fühlen, unser  seelisches und körperliches Wohlbefinden, unsere gesamte Lebensgestaltung.

Die Salutogenese versteht Gesundheit nicht als Zustand (entweder „krank“ oder „gesund“) sondern als einen ständigen Prozess. Ihr Begründer, Aaron Antonovsky, sprach von einem Kontinuum: Wo wir auch stehen – wir können uns immer ein Stück in Richtung Gesundheit bewegen.  Das erlaubt eine Haltung der Hoffnung (statt Resignation, die wiederum Krankheit verstärkt).

Gesundheit und Heilung werden hier sehr weit gefasst. Sie berühren auch unser Verhältnis zur Familie, zu Freunden, zur Arbeitswelt, zu gesellschaftlichen und globalen Fragen sowie unseren Glaubenssystemen – Daseinsdimensionen, mit denen wir ständig in Resonanz sind.

Wenn wir einen guten Kontakt zu unseren Bedürfnissen und Wünschen haben und diese in den verschiedenen Lebenszusammenhängen stimmig kommunizieren können, schaffen wir die Grundlage für unsere Selbstregulation. Sie ist unsere wichtigste menschliche Fähigkeit. Sie erlaubt es uns, nicht nur Objekt zu sein, sondern Selbstwirksamkeit zu erfahren. Richtschnur in diesem Regulationsprozess ist die innere und äußere Stimmigkeit  – wir sprechen von einem Gefühl für Kohärenz. Eine salutogene Gestaltung der Kommunikation kann unsere stimmige Selbstregulation immer wieder anregen.

In dem Seminar lernen wir die wichtigsten Aspekte der Salutogenese kennen. Wir wenden sie dann in einer kleinen Dialogübung an, die wir anschließend im Gruppenplenum besprechen.

Die Teilnehmer erhalten eine Orientierung, auf deren Grundlage sie später auch weiterführende Seminare und salutogene Coaching-Gespräche buchen können.

 

Kurs in 8 Modulen:

Training der Selbstregulationsfähigkeit (TSF):       Rundum stimmig und gesund

Wenn wir mit uns selbst, mit unseren Bedürfnissen in all unseren Lebensbereichen stimmig verbunden sind, können wir zu unserem eigenen Rhythmus und unserer eigenen Kraft finden. Die Stimmigkeit berührt unseren Körper, unseren Geist und unsere Psyche. Sie ist die Grundlage unserer Selbstregulation. Diesen Prozess stärkt das Training der Selbstregulationsfähigkeit (TSF).

Dass wir uns selbst regulieren können, ist unsere wichtigste Eigenschaft als lebendige Individuen. Selbstregulation ist die Grundlage unserer Fähigkeit zur Selbstheilung. Zu unserer Selbstregulation finden wir, wenn wir uns bei privaten und beruflichen Entscheidungen, in Konflikten und Krisen, in kleinen Alltagssituationen, aber auch unseren fundamentalen Lebenskonzepten und Einstellungen an unserem Gefühl der Stimmigkeit ausrichten können. Stimmigkeit – Kohärenz – ist unser übergeordnetes Grundbedürfnis. Sie berührt unseren Körper, unseren Geist und unsere Psyche.

Oft fällt es uns jedoch schwer, Stimmigkeit zu spüren und unseren Fähigkeiten zu vertrauen. Der Zugang wird vielfach von unseren Erfahrungen, vermeintlichen und tatsächlichen Zwängen, Erwartungen, Zweifeln, Ängsten und anderen Emotionen erschwert.

In dem Training der Selbstregulationsfähigkeit (TSF), das nach den Prinzipien der Salutogenese entwickelt wurde, üben wir, uns unserer Selbstregulation wieder anzunähern. Wenn wir mit uns selbst und unseren Lebensbereichen stimmig verbunden sind, können wir zu unserem eigenen Rhythmus und unserer eigenen Kraft finden.

Nach dem Training sollen Sie sich selbst besser wahrnehmen, Ihre bedeutsamen Bedürfnisse kennen sowie diese authentischer und erfolgreicher kommunizieren können. Sie werden auch Ihre Wechselbeziehungen mit Ihrer Umgebung besser verstehen. So legen Sie die Grundlagen für eine gesunde Entwicklung.

Kern des TSF ist die Salutogene Kommunikation (SalKom®) – eine dialogische Gesprächsweise, die Ihre Selbstregulationsfähigkeit anregt und zur Entfaltung Ihrer Kreativität beiträgt. Sie ist ausgerichtet auf Ihre attraktiven Gesundheitsziele und hilfreichen Ressourcen. So können Sie besser zu Ihrer inneren Stimmigkeit finden. Sie lernen:

  • Ihre Wahrnehmung so zu vertiefen, dass Ihnen klar wird, was wirklich bedeutsam für Sie ist.
  • Ihre Dialog- und Handlungsfähigkeit so zu erhöhen, dass Sie sich in der Lage fühlen, das Leben stimmiger zu gestalten.
  • Ihr Verstehen der Lebenszusammenhänge so zu erweitern, dass Sie aus Ihren Erfahrungen die angemessenen Konsequenzen ziehen können.

Die Schritte zur Selbstregulationsfähigkeit lernen und üben wir in acht aufeinander aufbauenden Modulen. Jedes besteht aus einem kurzen Impulsreferat, einer Körperübung, einer Dialogübung, bei der sich jeweils zwei Partner in der Rolle des Erzählers und des aktiven Zuhörers abwechseln, einer Achtsamkeitsübung sowie einem Gruppengespräch.

  1. Innehalten, sich besinnen

Guter Kontakt zu unseren Bedürfnissen, Zielen und Stärken ist die Voraussetzung für ein gesundes, erfülltes Leben. Deshalb sollten wir immer mal wieder innehalten und uns darauf besinnen, was für uns wichtig ist.

  1. Stimmigkeit wahrnehmen, vertrauen können

Selbstregulation in Richtung Stimmigkeit findet in ständiger Kommunikation mit unserer Umgebung statt. Richtschnur sind attraktive Ziele, die uns zum Handeln motivieren. Erleben wir stimmige Verbundenheit, entwickeln wir Vertrauen.

  1. Bedeutsame Unterschiede wahrnehmen

Stimmigkeit entsteht, wenn wir unsere Situation als aufbauend erleben: in Beziehung zu uns selbst sowie der sozialen, kulturellen, globalen und spirituellen Daseinsdimension. Stimmige Resonanz mit der jeweils größeren Dimension hilft bei der Lösung von Problemen in einem kleineren Lebensbereich.

  1. Wunschlösung finden, zum Gestalten kommen

Wir besitzen zwei neurophysiologische Systeme: zur Annäherung (an Ziele) und zur Abwendung (von Gefahren). Bei vielen Menschen dominiert aufgrund von Lebensereignissen das Abwendungssystem. Wir üben, für ein Problem eine Wunschlösung zu finden, der wir uns annähern.

  1. Ressourcen erschließen, Fähigkeiten entfalten

Um uns unseren Zielen zu nähern, um handeln zu können, benötigen wir Ressourcen, die verschiedene Lebensdimensionen berühren. Davon haben wir meist mehr, als wir uns eingestehen. Durch gute Kommunikation können wir unsere Ressourcen gegenseitig anregen.

  1. Annehmen, größeren Sinn verstehen

Nach einer Aktivität bewerten wir innerlich unser Handeln – oft unbewusst, emotional. In diesem Modul fragen wir, ob uns unsere Bewertungen nachhaltig gut tun – oder ob wir neue Maßstäbe brauchen, mit denen wir unsere Gefühle annehmen und Bedürfnisse kommunizieren können.

  1. Bilanz ziehen, aus Scheitern lernen

Wir lernen unser Leben lang, aus erfolgreichem Handeln ebenso wie aus Scheitern. Können wir uns aus dem Frust des Scheiterns erneut mit unseren Annäherungszielen (Attraktoren) verbinden, fassen wir wieder Mut – und überwinden ähnliche Herausforderungen besser.

  1. Aus Erfahrungen das Wichtigste lernen

Wir schauen auf die vergangenen sieben Sitzungen zurück. Wir reflektieren und spüren, womit sich jeder von uns am meisten beschäftigt und was sich in uns verändert hat – und was der nächste Schritt in unserem Leben sein soll.

Ein Modul dauert ca. 2,5 Stunden.

 

Coaching für Unternehmen

  • Einzelcoaching für Führungskräfte und MitarbeiterInnen
  • Coaching für Arbeitsgruppen
  • Workshops und Seminare zu bestimmten Themen:
    • Kooperation und Kommunikation in Teams
    • Umgang mit Fehlern in einer Lernkultur
    • Bilanzierungsgespräche
    • Produktiver Umgang mit Kritik
    • Multimodales Stressmanagement

Details dazu lasse ich Ihnen bei Interesse gern zukommen.

 

 

Selbstregulation im Dialog